Der Hungerstein signalisierte den hiesigen Bewohnern schlechte Zeiten, denn Wassermangel bedeutete kleine Ernte und keine Arbeit für die Schiffer, denn auch die Schiffe blieben stehen. Seit alten Zeiten wurden Zeichen es Wasserstandes in den Stein eingemeißelt. Älteste lesbare Markierung stammt aus 1616. Die älteste Inschrift lautet: Wenn du mich siehst, dann weine“. Die jüngere Inschrift auf Tschechisch sagt: „Weine nicht, Mädel, klage nicht, wenn´s trocken wird, dann gieß das Feld“.
Nach dem Bau der Moldauer Staustufen 1926 kam der Hungerstein öfter zur Sicht. Heute sieht man ihn durchschnittlich 126 Tage im Jahr. Falls die Staustufen erbaut werden (die Bemühungen um diese Lösung datiert man seit 1653), verschwindet der Hungerstein für immer im Wasser. Dann sollte der Legende nach die Blütezeit kommen.

Das Ufer wurde um 1911 mit Pflastersteinen versehen. 1994 wurde der Stein gereinigt und der Zutritt verbessert.
Der Hungerstein gehört zu den ältesten hydrologischen Denkmälern Mitteleuropas.

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