Die Synagoge steht an der Straße, die aus Bodenbach (Podmokly) auf die Schäferwand führt.
Im Gegenteil zu anderen Synagogen in Böhmen und besonders in den damaligen Sudeten wurde sie nicht vom harten Schicksal getroffen. Nach der persönlichen Intervention des damaligen Bürgermeisters von Bodenbach JUDr. Anton Kreissl (gestorben 30.6.1945 im Lager von Rabenstein) wurde sie während der Kristallnacht nicht abgebrannt. Er soll damals damit argumentiert haben, der Brand könne die Häuser in der Nachbarschaft bedrohen. Auch sein Nachfolger, Bürgermeister Julius Stumpf (1939-1942), obwohl er unter ständigem Druck war die Synagoge zu vernichten, immer neue Argumente fand (z.B. Mangel an Arbeitskräften) um dies nicht machen zu müssen. Er fand immer neue Zwecke um das Haus, wo man alle religiösen Symbole entfernte, zu nutzen. So befand sich hier zuerst der Lagerraum der Wehrmacht, seit 1941 hat hier die Hitlerjugend Flugzeugmodelle gebastelt, später wurde die Synagoge wieder zum Militärlager.

Die jüdische Gemeinde erhielt das Gebäude 1994 als Geschenk vom Kreisamt. Die baufällige Synagoge befand sich im schlechten Zustand. Aus dem Interieur verschwand im Laufe der Zeit praktisch alle Ausstattung inklusive die Thora. Es blieben nur kahle Wände. Am 18.4.1996 wurde die Synagoge auf die Liste der Kulturdenkmäler der Tschechischen Republik eingetragen. Danach wurden dank der Jüdischen Gemeinde Děčín und anderen Subjekten anspruchsvolle Sanierungsmaßnahmen durchgeführt und die einstige Pracht und Würde kehrten zurück. Heute reiht sich die Synagoge unter die wichtigen Kulturzentren in der Stadt.
http://zidovskaobecdecin.wz.cz
Öffnungszeiten: Montag-Freitag 8-15 Uhr (Eintritt zu den Ausstellungen und Besichtigungen ist meistens frei)
Wo ist das? Židovská obec Děčín, Žižkova 4, Děčín IV (Google maps)

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