Zu den interessantesten Orten der Böhmischen Schweiz gehören die Klammen an der Kamnitz bei Hřensko.
Die letzte von drei Klammen an der Kamnitz östlich von Hřensko heißt Edmundsklamm, früher auch Stille Klamm genannt. Der felsige Canyon des Flusses Kamenice wird von steilen und oft senkrechten Felswänden gebildet, die bis in die Höhe von 50-150 m über dem Fluss emporragen. Im Abschnitt wo die Felsen direkt aus dem Fluss steigen und wo man nicht auf den Ufern laufen kann, wird die Kahnfahrt betrieben. Der Zugang aus Hřensko führt zuerst auf dem linken, dann dem rechten Ufer des Flusses Kamenice. Unter den Felsüberhängen und durch drei Tunnels kommt man zur Staustufe, wo sich der Kahnhafen befindet. Mit dem Kahn lässt sich der 960 m lange und unzugängliche Abschnitt überwinden. Dann schließt sich wieder der Wanderweg an, der Sie auf dem linken Ufer bis zur Brücke Mezní můstek führt. Von da kann man entweder weiter in die Wilde Klamm wandern oder die Treppe na Mezná steigen.

Oberhalb der Klamm befinden sich interessante Felsformationen, wie z.B. die Felsfamilie oder der Wächter. In der tief eingeschnittenen Kamnitzklamm kann man die sogenannte Umkehr der Vegetationsstufen infolge der klimatischen Inversion beobachten. Das bedeutet, dass infolge der angehäuften kalten Luft in einer Höhe von nur 150 m über dem Meeresspiegel submontane und montane Arten wie Zweiblütiges Veilchen, Tannen-Bärlapp und Knotenfuß vorkommen. Auf den Felsrändern der Sandsteinwände kommt der Sumpfporst vor, die charakteristische Pflanzenart der Böhmischen Schweiz. Zu den typischen Bewohnern der Klammen gehören auch der Eisvogel, Wasseramsel, Gebirgsstelze, Schwarzstorch, Wasserfledermaus und selten auch die Fischotter. Von den wirbellosen Tieren kommen hier viele Arten vor, die für Berg- und Inversions-Standorte typisch sind.

Sezónní provoz v obou Soutěskách
byl zahájen jako obvykle, na Velikonoce 3.4.2015.
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